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27.05.2010

Reconnective Healing

Seit dem Reconnection-Seminar in Amsterdam bin ich so begeistert davon, dass ich mich entschlossen habe, Reconnective Healing Sessions anzubieten.

09.12.2009

Ein Wort zu amazon.de

Wenn Du über das Suchfeld unten oder über diesen Link zu amazon.de gehst und etwas kaufst, dann bekomme ich eine kleine „Werbekostenerstattung“ dafür.

mehr... 09.01.2012

 

Incredible India

Nach drei Wochen Urlaub in Indien kann ich nur bestätigen, dass der Slogan “Unglaubliches Indien” tatsächlich voll und ganz zutrifft. Ich hatte ja vorher schon eine ganze Menge über das Land gehört, allerdings ist es doch etwas ganz etwas anderes, wenn man es live und in Farbe erfährt.

Nach etwa 14 Stunden Flug (Stuttgart - London - Chennai) waren Marie-Line und ich froh, als wir endlich im Hotel eingetroffen sind. Die ersten beiden Tage haben wir (Jet Lag bedingt) gar nicht so viel unternommen sondern sehr viel geschlafen, doch kamen mir die drei bis vier Stunden Ausflug doch sehr reichhaltig und intensiv vor. Farbig, chaotisch, lebendig, laut… das sind Worte, mit denen man die Atmosphäre beschreiben kann. Bei der ersten Fahrt mit der Motorriksha im Hauptverkehr kam ich mir vor wie in einer Achterbahn. In einer Achterbahn kommt allerdings in der Regel niemand entgegen!


Weitere Eindrücke aus Indien auf Marie-Line’s Homepage


 
Mit wildem Gehupe fahren Busse, LKW, Rikshas, Motor- und Fahrräder anscheinend völlig wirr durcheinander. Ganz zu schweigen, von den Fußgängern (oder Kühen), die dann noch die Strasse kreuzen. Mich hat es schwer verwundert, dass nicht an jeder Ecke ein Unfall passiert. Allerdings sind die Fahrer ziemlich ruhig und regen sich kein bisschen auf, wenn ihnen mal jemand die Vorfahrt nimmt oder in Gegenrichtung knapp überholt. Hätte ich dort selbst mit dem Auto fahren müssen - ich glaube, ich hätte keine 500 Meter geschafft, bevor ich entnervt aufgegeben hätte.

Mit den Hotels hatten wir es ganz gut getroffen, die Zimmer waren annehmbar sauber und auch von der Toilette / Bad her in Ordnung. Nicht so schlimm, dass manchmal kein warmes Wasser kommt und dafür in einem Zimmer morgens nur heisses Wasser.

Sehr grosse Schwierigkeiten hatten wir am Anfang auch mit der Einschätzung, wieviel das Geld dort wirklich Wert ist. Manche Dinge haben wir für wenige Cent bekommen, während andere doch wirklich teuer waren. Überhaupt sind die Unterschiede zwischen arm und reich dort ungeheuer gross. Ich konnte nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich über einfachsten Wellblechbaracken eine riesige Vodafone-Werbung gesehen habe.

Die Leute in Tamil Nadu (dem Distrikt um Chennai herum) sind im allgemeinen sehr freundlich. Ich hatte auch nie das Gefühl, dass es irgendwo gefährlich war, als Tourist herumzulaufen - und das, obwohl wir ausgerechnet in der Millionenstadt bei Spaziergängen richtig aufgefallen sind und angestarrt wurden wie Ausserirdische. Es waren aber auch extrem wenig Europäer unterwegs. Es wurde uns aber auch sowohl von Europäern als auch Indern bestätigt, dass die Bewohner der nördlichen Provinzen Indiens sehr viel unfreundlicher sind. Und nach zwei Tagen hatten wir dann auch langsam die Rikshafahrer im Griff und wurden nicht immer am Ende einer Tour zum “Shopping” gefahren. Einkaufen in Indien hat mir nicht wirklich Spaß gemacht. Wenn man es erst einmal gewagt hat, in einen Laden zu gehen, kommt man fast nicht mehr raus. Der Inhaber zeigt einem wirklich alles, in der Hoffnung, doch noch etwas (oder überhaupt etwas) zu verkaufen. Von wegen gemütlich umschauen…

Nachdem wir uns an die dortige Uhrzeit angepasst hatten, ging es per Bus weiter nach Golden City zu unserem Seminar an der Oneness-University. Dazu gibts allerdings in den nächsten Tagen noch einen extra Text!

Fast den ganzen Rest unserer Zeit haben wir dann in einem Touristenstädtchen namens Mamallapuram am Meer verbracht (wie auch etwa 60 weitere Teilnehmer unseres Seminars - so ist man da praktisch dauernd jemand über den Weg gelaufen, was richtig schön war - eben nicht die einzigen Europäer dort zu sein). Meiner Ansicht nach gab es aber wesentlich mehr Andenken- und Steinläden als Touristen. Trotzdem hat man deutlich gesehen, dass es den Einwohnern dadurch ganz gut geht.

Wir haben dann abwechselnd immer einen Tag eine kleinere oder grössere Sightseeing-Tour gemacht und uns den folgenden Tag ausgeruht. Ein paar Highlights waren dabei eine Krokodilfarm, der Tempel der 500 Stufen (richtig abenteuerlich, da wir - wieder mal als einzige Touristen - zwischen lauter Indern durch diesen Tempel geschoben wurden, ohne zu wissen, was geschehen wird und von Priestern, die dem zweiten Indiana Jones Film entsprungen sein könnten, gesegnet wurden), eine Menge Tempel und sonstiger Relikte sowie ein Besuch in Auroville. Ich werde auf jeden Fall versuchen, innerhalb der nächsten 4 Wochen eine Bildergalerie dazu online zu stellen. Nun ja, zusammen haben wir fast 500 Fotos gemacht, die ich jetzt noch sichten und teilweise nachbearbeiten muss.

Ach ja, an Tieren gibt es haufenweise Krähen (dass die Vogelwelt dort sehr vielseitig ist, sieht man erst beim näheren Hinschauen), Kühe, Streifenhörnchen (die leider morgens auch schon sehr laut pfeifen), Kühe, Wildhunde (zum Glück nicht aggressiv und im Gegensatz zum Rest der Tierwelt auch meistens nicht all zu laut), Kühe und Affen. Hm, habe ich die Kühe schon erwähnt??? Die sind wirklich überall zu finden, ernähren sich durchaus mal auf einer Müllhalde, legen sich gemütlich auf die Autobahn oder stellen sich bei Regen auch mal bei einem Souvenirladen unter. Und mögen noch weniger durch Pfützen unbekannter Tiefe laufen als unsereiner.

Ach ja, was mir noch immer sehr ins Auge gefallen ist, ist, dass die Inder zwar sehr auf körperliche Reinheit achten (auch sind z. B. die Frauen in den ärmsten Gegenden praktisch immer in farbenprächtige Saris gekleidet), doch den Müll einfach irgendwohin in die Gegend kippen. Dagegen sieht die Natur bei uns so aus, als ob täglich sie jemand durchsaugen würde. Und die Flüsse in Chennai rochen so, wie bei uns ein Abwasserkanal. Und sahen leider noch schlimmer aus…

Insgesamt gesehen, fand ich die drei Wochen total interessant und abenteuerlich, eine Möglichkeit, viele Dinge mal aus einer anderen Perspektive zu sehen (und sehen zu müssen). Ich kann mir gut vorstellen, mal wieder Urlaub dort zu machen, doch auf der anderen Seite ist kein “muss ich bald wieder haben” aufgekommen. Auf jeden Fall kann ich jetzt einige der Dinge, die ich hier im Leben habe, wieder viel mehr schätzen!