Türkei fasziniert

Cooles Bühnenbild
Obwohl ich nie die Absicht hatte, die Türkei näher kennen zu lernen, konnte ich einem genial günstigen Angebot nicht widerstehen und so haben Marie-Line und ich über Ostern Urlaub in Kappadokien gemacht. Und ich wurde überaus positiv überrascht!
Zuerst einmal habe ich sowohl den Hin- als auch Rückflug sehr gut überstanden. Möglicherweise gewöhne ich mich doch langsam ans Fliegen?! Die Unterkunft in verschiedenen Hotels (sowohl in Antalya, Start und Ziel, als auch in Kappadokien) und das Essen (zum größten Teil Buffets) waren zwar sehr unterschiedlich und durchaus ein Glücksspiel, aber alles in allem lag die Qualität immer zwischen „okay“ und „hervorragend“. Zieht man den Preis in Betracht, so war das Preis-Leistungs-Verhältnis richtig genial. Der Reiseführer war sehr nett und informativ und hat uns die ganze Zeit immer im richtigen Maß über die Sehenswürdigkeiten als auch über Land, Leute und Kultur informiert. Und auch der Busfahrer hat seinen Teil dazu beigetragen, dass die Rundreise immer angenehm verlaufen ist.

Durch diese hohle Höhle muss er kommen…
Ich hatte ja bereits vorher einige Bilder und Fotos von den unglaublichen Landschaften Kappadokiens gesehen. Doch als ich danm mittendrin stand, kam ich aus dem Staunen erst mal nicht mehr heraus. Irgendwie kam es mir immer mal wieder so vor, als hätte da ein begabter Bühnenbildner eine riesige Kulisse geschaffen. Einerseits die natürlich entstandenen Feld- und Steinformationen und -figuren. Und dazu noch die vielen ausgehölten, früher bewohnten, Hügel und Berge. Mich hätte es nicht mehr gewundert, wenn da plötzlich auch noch Elfen und Feen aufgetaucht wären. Nun ja, das hat dazu geführt, dass ich so ungefähr 500 Fotos machen musste, von denen ich einen guten Teil in meiner Fotogalerie habe.
Als weitere Highlights standen eine Flußfahrt auf dem Manavgat (inklusive einer sehr leckeren, auf Holzfeuer gebratenen Forelle zum Mittagessen) und der Besuch einer folkloristischen Stätte, an welcher der Tanz der Derwische gezeigt wurde, auf dem Programm. Und eine Ruinenstadt aus der römischen Zeit (Perge). Ein paar Dinge mussten wir dann auch noch über uns ergehen lassen (Besuch eines Teppichhändlers, einer Lederwarenfabrik und einer Schmuckhandlung, aber das war eben auch dem günstigen Reisepreis geschuldet und durchaus erträglich und mit den diversen Einführungen auch durchweg interessant).
Erstaunt war ich jetzt im Nachhinein auch über den Preis, der normalerweise für diese Reise verlangt wird. Da haben Marie-Line und ich uns gleich nochmals riesig gefreut!!! Und wenn ich noch genau überlege, dann wird mir klar, dass diese Reise, auch wenn sie nur 8 Tage gedauert hat, durchaus meine Sicht verändert hat, wie ich die Türkei (und Türken) sehe. Ja, ja, was schleppt man nicht alles für komische Vorurteile mit sich herum…
Erstellt am 08.05.2011 • Letzte Änderung am 08.05.2011 09:35