04.10.14

Sonnige Wochen in Frankreich

Für den diesjährigen Sommerurlaub haben Marie-Line und ich uns ein kleines Ferienhäuschen im Süden Frankreichs gebucht, so ungefähr 30 km von der Mittelmeerküste entfernt. Neben vielen Städten an der Côte d'Azur haben wir auf dem Hin- und Rückweg auch noch Mailand und Genf besucht.

​Der erste Stopp auf unserem Weg in Richtung Süden war ein kleines Dörfchen in der Schweiz, wo wir eine liebe Freundin besucht haben (Hallo, Dagmar). Leider hatte sich da das schweizer Wetter nicht gerade von seiner fotogensten Seite gezeigt. Danach ging es durch viele, viele Tunnel aber doch direkt in die Sonne und nach Mailand. Nach den Erlebnissen mit Rom, das ich ja doch sehr hektisch und laut mitbekommen habe, war ich gespannt, wie uns Milano begrüßen würde. Und erstaunlicherweise ging es dort sehr viel ruhig und angehmer zu, was vielleicht auch an dem Feiertag am 15. August lag.

​Wir haben den Tag dort genutzt, um uns das Schloß mit dem Park, der eine sehr angenehme Atmosphäre hat, drumherum anzusehen. Ausserdem haben wir einen langen Spaziergang durch die Innenstadt rund um den Mailänder Dom gemacht. Das Bauwerk macht sowohl von aussen als auch von innen einen wirklich imposanten Eindruck. Der Tag (plus ein Abend) haben nicht ausgereicht, um alle Sehendwürdigkeiten und schönen Ecken zu erkunden – möglicherweise werden wir der Stadt nächstes Jahr zur EXPO einen weiteren Besuch abstatten.

​Dann ging es an der Mittelmeerküste weiter bis ungefähr auf die Höhe von Cannes, wo das Ferienhäuschen in den Ausläufern des Esterelle-Gebirges am Rande des kleinen Dörfchens Bagnols-en-Forêt lag. Etwa 30 km von der Küste entfernt, also weit genug entfernt, um dem Touristentrubel zu entkommen und nahe genug, um sich auch den Strand und die Küstenstädte anzusehen. Wir beide waren von dem Häuschen richtig begeistert - gute Austattung, liebevoll eingerichtet und mit einem grossen Garten, der zum Lesen und Faulenzen eingeladen hat. Und mit einer Katzenmami und vier süssen, kleinen, niedlichen Plüschies, die uns (natürlich) immer zum Essen besucht haben.

Die ersten Ziele an der Küste waren Saint-Aygulf mit seinem malerischen Küstenweg und die Stadt aller Cineasten, Cannes. Allerdings muss ich gestehen, dass ich die Atmosphäre dort nicht so toll fand. Die Altstadt und die Burg waren ganz okay, aber der Küstenstreifen und die Shopping-Strassen waren sowas von überfüllt und machten irgendwie einen lieblosen Eindruck. Das Beeindruckendste war noch, dass sich die Preise für eine Jacke innerhalb von 100 Metern Fußweg von 99,- € auf 2.999,- € in den Schaufenstern erhöht hatten.

Als nächstes gingen wir St. Tropez an. Schon in den Reiseführern liest man, dass, selbst wenn man einen Parkplatz in der Stadt erwischen sollte, was nicht gesagt ist, man teuer dafür bezahlen muss. Man soll doch lieber in St. Maxime parken und ein Boot nehmen. Unsere Erfahrung war dann, dass man am besten auch ein Stück ausserhalb von St. Maxime parkt, weil die Plätze in der Innenstadt auch schon belegt sind, wenn man es nicht früh genug schafft. Wir mussten dann zwar 1 km bis zum Hafen laufen, allerdings konnten wir dafür kostenlos parken. Und sowohl die Fahrt über die Bucht von St. Tropez als auch die Stadt selber haben sehr viel Spaß gemacht. Es gab zwar auch dort eine Unmenge von Touristen, aber die haben sich alle in den kleinen Gassen und Wegen der Altstadt verlaufen. Toll, also einen Besuch dort kann ich voll und ganz empfehlen!

​Nach einem ruhigen Tag dazwischen ging der nächste Ausflug etwas weiter, nach Nizza. Auch da haben wir uns wohl gefühlt, die Stadt ist mit viel Grün und Wasser angelegt, die Strandpromenade einladender als in Cannes und auch der "Burgberg" ist einen Spaziergang wert. Man hat einen wunderbaren Blick über Nizza, und das in allen Richtungen. Den Aufstieg kann man sich dabei mit einem Aufzug, der in einen früher gegrabenen Brunnenschacht gebaut ist, vereinfachen.

​An unserem letzten Tag in Südfrankreich haben wir dann noch Grasse besichtigt, welches für die Parfümherstellung berühmt ist. Die Altstadt ist sehr schön hergerichtet und ich könnte schwören, dass in dem feinen Nebel, der immer wieder versprüht wird (keine Ahnung, ob das eher gegen Mücken gerichtet ist oder ob es eine kühlende Wirkung haben soll) ein dezenter Duft beigemischt wird. Es kann aber auch sein, dass ich nach dem Durchschnuppern der verschiedenen Parfümöre einfach schon high war. Es ist auf jeden Fall auch sehr interessant, das Museum oder den Fabrikverkauf von Fragonard zu besuchen. Als ich dort einige Duftnoten nacheinander probiert habe, war es das erste Mal, dass ich das Gefühl hatte, dass es (wie in der Musik auch) bei Gerüchen so etwas wie Akkorde oder Melodien geben würde.

Auf dem Rückweg haben wir uns dann noch eine Pause in Genf gegönnt. Auf der einen Seite sicherlich bis jetzt das teuerste Pflaster, auf dem wir uns bewegt haben, auf der anderen Seite aber auch richtig idyllisch mit der Promenade am See. Und auch der botanische Garten dort ist definitiv einen Besuch wert!

Zu diesem Artikel gibt es auch eine Fotogalerie

Vielleicht interessierst Du Dich auch für:

Mit leichtem Gepäck nach Rom

 

© 2014 – Verantwortlich für diese Seite:
Stefan Gallas, Robert-Koch-Strasse 16, 89129 Langenau
Telefon (0 18 03) 77 11 40
(0,09 €/min aus dem dt. FN, max. 0,42 €/min Mobil)

Kontakt | Haftungsausschluss | Programmierung

Langenau liegt übrigens zwischen Ulm / Neu-Ulm, Günzburg,
Memmingen, Augsburg und Heidenheim